Ausgabe 14: Jour Fitz (2.7.2012)

Berlin Lesung Leseabend Jourfitz TwitterLeseabende sind was tolles. Da kommen unterschiedliche Menschen zusammen und hören interessiert den Themen der Autoren zu. Doch was passiert, wenn man den verworrenen Gedanken von Twitterern lauschen soll?

Dies beantwortet unter anderem der Leseabend „Jour Fitz“ der in unregelmäßigen Abschnitten im Berliner „4010“, einer Zweigstelle eines Großverdieners der Telekommunikationsbranche, stattfindet und seine Zuschauer unterhält. (mehr …)

3. Juli 2012. Schlagwörter: , , , , , , , , . Berlin, Buch, Gedanken, Show. Hinterlasse einen Kommentar.

Ausgabe 13: Pokalerlebnisse

Berliner Pokal Berliner AK SC Gastow IckeDer Pfingstsamstag fuhr in diesem Jahr an sportlichen Highlights zwei große Ereignisse auf: einerseits wurde das Halbfinale der Handball Champions Leauge, die in Köln zwischen den Füchsen Berlin und dem THW Kiel ausgespielt. Wer allerdings die weite Anreise scheute, konnte sich im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark das Endspiel um den Pokal des Berliner Fußball Verbandes anschauen.
Hatten noch wenige Tage zuvor im fünfzehn Kilometer entfernten Olympiastadion sich die Dortmunder Borussia in einem spektakulären Endspiel gegen Bayern München durchgesetzt, wurden hier nun kleinere Brötchen gebacken.
Im Bezirk Prenzlauer Berg traf das Regionalliga-Nord Team des Berliner AK auf den SC Gatow, der in der sechsten Liga auf Punktejagd geht. Mit dem Gewinn des Berliner Pokals ist nicht nur ein Titel zu vergeben, sondern der Sieger darf in der 1.Hauptrunde der DFB-Pokalsaison 2012/13 starten – dies darf noch nicht mal Dynamo Dresden.Berliner Pokal Berliner AK SC Gastow Icke
Die Rollenverteilung war durch den Zweiklassenunterschied von vornherein klar; doch so einfach sollte es sich doch nicht ergeben. (mehr …)

31. Mai 2012. Schlagwörter: , , , , , , , , . Berlin, Fußball, Sport. 2 Kommentare.

Ausgabe 12: Stasi-Gefängnis Hohenschönhausen

Ministerium für Staatssicherheit – im Volksmund „Stasi“ genannt, war in der DDR die gefürchtetste Institution und durch ihr Netz an Agenten weit verzweigt im eigenen Staat.

Stasi Hohenschönhausen Gefängnis Tür

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2. Mai 2012. Schlagwörter: , , , , , , , . Berlin, Besichtigung, Museum. Hinterlasse einen Kommentar.

Ausgabe 10: Der Reichstag

Das historische Berlin hatte viele Bauten, die während der Bombardierung im Zweiten Weltkrieg zerstört bzw. nach dem Krieg abgerissen werden mussten. Die unterschiedlichen Regierungssysteme in West- und Ostberlin fassten ebenfalls das kulturelle Erbe dieser Gebäude anders auf. Wurde im Westteil der Stadt einiges erhalten und wiederaufgebaut, hatte die Führung des Zentralrates eine Tilgung des kapitalistischen Gedankengutes und deren Bauten im Sinn. Vielmehr sollten neue Bauten das sozialistische Denken fördern und eine neue Zeit einläuten. Das Berliner Stadtschloss, welches viele Jahrzehnte das Bild der Mitte Berlin prägte, wurde abgerissen und durch den Palast der Republik ersetzt. Diese Bau sollte somit den Beginn einer neuen Ära einläuten – knapp vierzig Jahre schaffte es diese Regierungsform. Der Palast der Republik wurde entfernt und der geschichtsträchtige Ort wird in den nächsten Jahren mit dem Wiederaufbau des Stadtschlosses neu erschlossen. Im Westen der Stadt wollte man sich trotz der schrecklichen Kriegserinnerungen, aber auch an die Erhaltung historischer Gebäude wagen. Die Gedächtniskirche, Schloss Charlottenburg u.vm. können heute besichtigt werden und sind bei Touristen immer beliebte Ziele. Mit dem Beschluss der deutschen Bundesregierung den Sitz von Bonn nach Berlin zu verlegen, rückte ein Gebäude wieder in den Blickpunkt, dass seit Ende des 19. Jahrhunderts immer wieder der Mittelpunkt großer Veränderungen in Deutschland war: Der Reichstag. Dieses von 1884 bis 1894 erbaute Regierungsgebäude, beherbergte die Anfänge der Demokratie in Deutschland, erlebte die Machtergreifung der Nationalsozialisten im Dritten Reich und die Wiedervereinigung eines Volkes, dass trotz jahrelanger Trennung wieder zueinander finden wollte. Heute ist es der Plenarbereich der Bundesregierung wo an 20 bis 22 Sitzungswochen im Jahr die Debatten zur Regierung des Landes satt finden. Jedem Bundesbürger steht das Recht zu, dieses Gebäude zu besichtigen und ihren gewählten Vertretern somit bei der Arbeit zu zuschauen.Reichstag Berlin Wolken Deutschlandfahne (mehr …)

22. April 2012. Schlagwörter: , , , , . Berlin, Besichtigung. Hinterlasse einen Kommentar.

Ausgabe 9: Alba Berlin vs. Gießen 46ers (8.4.2012)

Berlin, Alba Berlin, Gießen 46ers, Eastside Gallery, O2-WorldWas wurde über diese Halle nicht alles geschrieben. Es wurde demonstriert. Es wurde diskutiert. Doch letztendlich wurde am Rande der ehemaligen Berliner-Mauer die O2-World mitten in eine Brache gesetzt. Zu ihren Füßen schlängelt sich ein langes Stück des ehemaligen antifaschistischen Schutzwalls, der heute ein buntes Kaleidoskop von Gemälden beherbergt und für Touristen immer eine Reise wert ist: die Eastside Galerie. Nur heute geht’s mal um Sport.
Nun liegt sie da, wie ein gestrandeter Wal und empfängt seine Besucher zur mittäglichen Basketballpartie zwischen Alba Berlin und den LTI Gießen 46ers. Dies ist im Vorfeld eher eine Begegnung der Gegensätze: Alba, der mehrmalige Deutsche Meister und Pokalsieger, hatte die letzten elf Spiele der Saison gewonnen und konnte heute das Dutzend voll machen. Diese Mannschaft von sehr guten Spielern (u.a.DaShaun Wood (MVP der letzten Saison), Heiko Schaffarzik und einige mehr) die mit einem vielfachen des Etats der Mittelhessen arbeiten können.
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9. April 2012. Schlagwörter: , , , , , . Basketball, Berlin, Sport. 3 Kommentare.

Ausgabe 4: Wronkong (Comet-Club 14.März 2012)

Wronkong Comet-Club BerlinGroße Stars kann jeder entdecken, doch die unbekannten Bands machen doch das Salz in der Suppe aus. Als Opa will ich meinen Enkeln sagen können: DIE hab ich damals in nem ganz kleinen Club gesehen. Aber es ist wie das Entdecken eines guten, nicht gehypten Buches – verdammt schwierig und die Ausfallquote ist enorm hoch.

In der letzten Woche konnte man im Kiez um das Schlesische Tor an einem lauen Mittwochabend viele Entdeckungen machen. So bot das Lido das dänische Trio Whomadewho. Der Magnet Club wartete mit der französichen Gruppe Pony Pony Run Run auf. Doch schafften meine Begleitung und ich, die absolut unbekannten Wronkong im Comet Club zu erleben.

Der Comet Club ist ein sehr angenehmes Umfeld, für ein kleines privates Konzert. Großzügig geschätzt, bekommt man zweihundert Besucher hinein und wäre dann ordentlich aufgeheizt. An diesem Abend schafften es knapp 50 Verwegene, das umliegende Programm zu ignorieren und sich auf das Abenteuer Wrongkong einzulassen.
Die deutsch-kanadische Truppe veröffentlichte zu Beginn des Jahres ihr mittlerweile drittes Studioalbum („so electric“) und führte dieses mit einer kleinen Tour durch Deutschland ein. Diese führt durch insgesamt dreizehn Städte. Den Abschluss findet diese Reise am 21.4. in Dresden. Nun zum Konzert.
Wrongkong (diese Ableitung stammt von Hong Kong – nicht King Kong!) haben sich mit ihrer Musik dem Electro-Pop verschrieben. Ihre Stücke sind teilweise energiegeladen aber ebenso lassen sie dem Zuhörer ruhige, melancholische Melodien geniessen.

Wronkong Sängerin Cyrena Dunbar Comet Club BerlinVon solch kleinen Konzerten sollte man nie zuviel erwarten, zumal  Wrongkong mit drei Alben, die eher in der Szene bekannt waren, bisher nicht auf die großen Bühnen gesehen wurden. Aber warum eigentlich?
Ihre Stücke haben viel Mithörpotential und ohne Vorkenntnisse der Arbeiten von Wronkong ist man schnell gefangen in dieser Mischung aus Pop und electronisch-housigen Beats. Die Anlehnung an den Mainstream sind sich die fünf Musiker – hoffentlich – voll bewusst, denn Wrongkong schöpfen das komplette Arsenal aus: griffige Melodien mit wenig schnick-schnack, eine attraktive Sängerin und die massenkompatiblen „Uh Uh“- und „Ah Ah“-Passagen. Und hier liegt der Knackpunkt, den man nach ca. ¾ des Konzertes spürt: Es hört sich vieles gleich an. Die Tempi der einzelnen Lieder ist sehr variabel und funktionieren auf ihre Weise, doch mit nur dieser Veränderung entwickelt sich nichts neues.

Fans von Moloko und Sophie Ellis Bextor finden hier eine recht unbekannte Band, die mit viel Glück den Weg in die Playlist der Radiostationen finden wird. Ihre aktuelle Singelauskopplung „my dearesr enemy“ hat guten  Wiedererkennungswert. Leider muss ich weiterhin auf die Entdeckung warten, um meine Enkel in ferner Zukunft zu beeindrucken.

 

Wrongkong Berlin Coemt Club März

21. März 2012. Schlagwörter: , , , , , , . Berlin, Comet Club, Konzert, Musik. Hinterlasse einen Kommentar.